Freitag, 14. Dezember 2012

Kostenlose ISBN für gedruckte Bücher - was ist anders?


Neben der in Deutschland für recht viel Geld erhältlichen ISBN Nummer gibt es auch noch die Möglichkeit, seinem Buch eine Free-ISBN Nummer zu verpassen. Nun, was spricht dafür, was dagegen?
Dagegen spricht, dass diese ISBN Nummern mehr oder wenig von den deutschen Großhändlern ignoriert werden. Das ist unverständlich, denn die Free ISBN ist ja nicht eine Fantasieziffer des Autors, sondern bildet sich auch der Untervergabe von großen Kontingenten, die die Plattformen zuvor eingekauft haben. Trotzdem kann das ein Hindernis für bestimmte Titel sein, wenn die besten Verkaufschancen in einem bestimmten Marktumfeld liegen.
Dagegen spricht auch eine bestimmte Unsicherheit hinsichtlich der Abhängigkeit von einem Zwischenhändler. Der kann pleite gehen oder gekauft werden, der könnte sich auch irgendwann entscheiden und versuchen die Spielregeln zu ändern.
Diesen - nicht unberechtigten - Unsicherheiten steht aber entgegen, daß man ja jederzeit bei Mißfallen der Effekte, dass Buch als Neuauflage mit regulärer ISBN herausbringen kann - sozusagen als eine Art Marketingmaßnahme. Das aber macht man erst dann, wenn sich das Buch im Markt auch als Low-Budget Projekt bewährt hat. Hinzu kommt, dass einige Importeure durchaus die Lücke füllen, die die deutschen offziellen Kanäle nicht beachten. Die Käufer ist es teilweise gleich ob sein Buch aus Deutschland oder England kommt. Es ist vielleicht nur eine Frage der Zeit bis auch reguläre Handelssysteme die Print-on-demand Werke listen. Zumindest nach einer Sichtung.
Natürlich darf man als Kaufmann - und das muss man hier sein, wenn man davon leben möchte - nicht am falschen Ende sparen. Wer also immer schon vorhatte es mit offizieller ISBN zu veröffentlichen, der soll es auch weiter zufrieden tun. Wenn aber ein Projekt zu scheitern droht, weil einfach nicht genug Geld da ist um es umzusetzen, dann ist es in jedem Fall besser als nichts.
Gegen Aufpreis von 25$ gibt es noch den Zutritt zu verschiedenen amerikanischen Distributionskanälen und Universitätsbibliotheken. Das scheint erst mal weniger interessant, wenn man keinen englischsprachigen Titel vorweisen kann, aber eben über diese Bezugsquellen können dann wiederum Importeure auf das Buch zugreifen und es listen. Das geschieht nach und nach, im Laufe der kommenden Wochen und Monate und so ist zumindest was die Onlinewelt anbetrifft sichergestellt, daß das Buch präsent und kaufbar ist. Dadurch liegt es aber natürlich in keiner einzigen Buchhandlung aus, was auch ein großes Stück vom Kuchen ist.
Aber das hätte man ja auch nicht bei einer regulären ISBN. Dazu braucht man eben einen Verlag im Rücken, der den gesamten Druck und das Risiko vorfinanziert und dann magere 5% alle Vierteljahr ausschüttet.
Die kostenlose ISBN für ein Printbuch gibt es bei Createspace. Die gesamte Prozedur dauert nur ein paar Minuten, ist ganz leicht verständlich und verpflichtet zu nichts. Die Abrechnung der Exemplare erfolgt monatlich. Günstige Druckexemplare kann man in unbegrenzter Menge jederzeit nachordern, so daß man selbst erste Buchhandlungen etc. bedienen und das Ganze langsam aufbauen kann.

1 Kommentar:

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