Montag, 18. Juli 2011

Tutorial - Wie erstelle ich ein ebook? Teil5 Veröffentlichen

Eine gute Zusammenstellung von Plattformen, auf denen man sein ebook kostenlos veröffentlichen kann, habe ich hier gefunden:

Es sollte allerdings nicht die einzige Quelle bleibe. Mit fehlt eindeutig Amazon, bei der Auflistung. Ansonsten bietet der Artikel aber einen guten Rundumblick über die Möglichkeiten für einen deutschen Indie Autor, sein "Werk" unter das Volk zu bringen.

Der Prophet, der im eigenen Land nichts gilt...
Da ich zu einem der "Early Adpoters" im Bereich der ebooks gehöre (grins), orientiere ich mich sehr am US Markt.
Eine fantastische Möglichkeit dort bekannt zu werden ist das Forum Kindleboards , das geht allerdings schon in Marketing und Teil 6 hinein. Egal, es schadet nichts, sich dort anzumelden und etwas Promo für das Buch dort zu betreiben - dazu später mehr - jedenfalls findet man dort auch weitere Plattformen, die ebooks anbieten und bei denen man zusätzlich das Buch einstellen kann.
Man sollte hier nicht so engstirnig sein und denken, dass ein Buch in deutscher Sprache auf einer US-Plattform nicht wahrgenommen wird. Viele Deutsche und andere deutschsprachige User suchen auch dort nach Büchern, mögen evtl. Amazon nicht und auch US Bürger lesen hin und wieder mal ein Buch auf Deutsch. Also rein damit, am besten zunächst einmal zB bei smashwords hochladen!

Smashwords

Smashwords größte US Plattform, verteilt auf andere..
Smashwords ist im US Markt sehr bekannt und ein sogenannter Distributor. SM verteilt also die ebooks auf andere Plattformen wie Amazon, Barnes and Noble, der Applestore oder Sony.
Das ist ganz praktisch und übersichtlich. Smashwords selbst vertreibt die ebooks aber auch direkt, aber ohne eigene Werbung bleibt die Hoffnung gering, dass sich dort etwas tut. Ein Tipp:
In den paar Sekunden, maximal Minuten, in denen ihr euer ebook dort einstellt, steht es kurz auf der Website auf Platz1. Macht also alles richtig und nehmt ein gutes Cover, dann habt ihr Chancen auf ein paar erste Verkäufe!
Smashwords hat neben dem Standardprogramm ein Premiumprogramm. Dort werden nur Titel aufgenommen, die besonderen Kriterien hinsichtlich der Formatierung usw. genügen. Da liegt auch schon der größte Nachteil. Die Formatierung eines ebooks ist bei smashwords sehr aufwändig und gelingt nicht immer. Aber nur wenn ihr diese Hürde umschifft, wird das ebook in den Premium Katalog aufgenommen und an die angeschlossenen Stores verteilt!
Ein weiterer großer Vorteil von smashwords , sind die kostenlosen ISBN Nummern die du dort bekommen kannst. Auch eine ISBN Nummer ist Voraussetzung um bei den großen Stores gelistet zu werden.
Die Verfügbarkeiten schwanken und es ist auch nicht sicher, wie lange es diesen Service gratis geben wird, aber bereits vorhandene ISBNs können auch verwendet werden!
Der größte Nachteil für manche Benutzer dürfte jedoch sein, dass smashwords komplete Benutzerführung und Hilfen in Englisch verfasst sind und einige Features sich explizit nur an US Bürger richten. Wer also des Englischen nicht mächtig ist, wird es dort etwas schwierig haben.

neobooks

Hübsche deutsche Plattform - neobooks
Zu neobooks kann ich noch nicht so viel sagen, da ich dort noch nichts eingestellt habe. Ich hole es aber nach. Es ist ein Projekt von Droemer-Knaur und beschreibt sich selbst als "die Zukunft des Buches" und als Quelle zukünftiger Bestseller. So gesehen schon mal sehr weitsichtig!
Die Plattform wirkt schön aufgeräumt, man kann zahllose Verknüpfungen wie facebook profile oder Blogs angeben und der eine oder andere hat dort schon ganz ordentlich verkauft. Auch die Nähe zu einem Verlag gefällt gut. neobooks bietet nicht exklusiv an, d.h. sollte man einen Verlag finden, der aus dem ebook eine Printversion  verlegen will, muss man Droemer-Knauer zunächst fragen ob sie ihr Vorwahlrecht nicht in Anspruch nehmen wollen. Die Verlagsgruppe sieht nämlich ihre Plattform als Anlaufstelle für zukünftige Bestsellerautoren und Printerfolge und hat sich daher in den Nutzungsbedingungen dieses Recht eingeräumt. Die Ansprüche an die Qualität sind daher höher, als bei den meisten anderen Plattformen. In der derzeitigen Betaphase, leidet die Website und vor allem das Forum jedoch an üblen Kinderkrankheiten. So war es mir über Tage nicht möglich, mich im Forum einzuloggen, andere Benutzer berichten ebenfalls über schlechte Erreichbarkeit oder Fehler in der Oberfläche. Da muss man abwarten ob der Betreiber etwas Geld in die Hand nimmt und Profis den Webauftritt gestalten lässt. In der derzeitigen Performance ist die Benutzung grenzwertig, um nicht zu sagen: Eine Qual.
Trotzdem unbedingt ausprobieren!
  
Xinxii

Angeblich Europas größte Plattform für ebooks
Xinixii ist nach eigenen Aussage, der größte europäische Anbieter von ebooks. Das mag derzeit noch nicht so viel heissen, kann aber in Zukunft sich rasch ändern. Xinxii ist unkompliziert und ( noch ) ohne großem Formalitäten nutzbar, doch wir kennen das von Ebay, wenn erst einmal der Erfolg da ist, wird oftmals das Ganze sehr bürokratisch und teuer. Kosten tut es derzeit nichts. Xinixii bietet vor allem PDFs an , aber auch .mobi kann mittlerweile verdaut werden. Meinen ersten Verkauf habe ich bei Xinixii gehabt - obwohl der Titel bei Amazon 4 Tage vorher eingestellt wurde. Aber das liegt auch daran, dass bei Xinxii nicht so viel hochgeladen wird und vor allem keine großen Verlage ebooks einstellen, sondern vor allem Private oder Indie Autoren.
Provision gibt es  35% bei einem VK unter 1.99 und 70% darüber.
Das Umfeld ist allerdings sehr durchwachsen. Es finden sich nicht nur Gedichte und Sachbücher, sondern auch viele Ho-Tos - also Ratgeber mit zweifelhafter Qualität und magerem Inhalt -
Ich würde aber in jedem Fall empfehlen, sich dort anzumelden und das ebook dort hochzuladen!

Amazon

Über Amazon mit seinem Kindle, könnte man jetzt einen ganzen eigenen Artikel verfassen. Ich halte mich mal knapp, denn an anderer Stelle wird noch auf das eine oder andere Detail eingegangen.
Zunächst einmal ist der Bereich, der für Autoren oder Verlage zum Veröffentlichen von Kindle ebooks gedacht ist, nicht leicht zu finden. Hier ist der Link.
Wenn man sich nun angemeldet hat und ein erstes ebook eingetragen hat, dann dauert es eine ganze Weile ( bis zu 2 Tage) bis man es auch tatsächlich im Amazon Kindlestore finden kann.
Die Freude ist dann natürlich groß, der Schreck noch viel größer, wenn man einen Fehler in der Kurzbeschreibung oder beim Preis gemacht hat. Änderungen dauern beim Kindlestore nämlich auch wieder Stunden - bis zu einem Tag - bis sie im Shop sichtbar sind. Also genau überlegen was, wann, wo, wie.
Ansonsten ist der Publishing Bereich übersichtlich. Man kann festlegen ob das Dokument mit DRM versehen wird, ob es verliehen werden darf, eine ISBN hat und wieviel es kosten soll und ob bestimmte Regionen vom Verkauf ausgeschlossen werden. Amazon, als Platzhirsch, ist ein Muss.
Das ebook muss allerdings im richtigen Format abgeliefert werden (PRC) und die Konvertierung hierfür erfolgt aus einer HTML Vorlage mittels des mobipocket converters, ist auch nicht gaaanz so trivial. In einem anderen Tutorial habe ich dazu einige Informationen veröffentlicht.
Wertvolle Informationen, wie das Hochladen und Formatieren vonstatten geht, finden sich auf der Amazon Kindle Publishing Hilfe Seite unter diesem Link hier.

BoD - Books on demand GmbH

BoD lebt "eigentlich vom Drucken von Büchern. Es werden aber auch Überlegungen angestellt, den Wachstumsmarkt ebook für sich zu erobern.
"Eigentlich" muss man also bevor man ein ebook über BoD verteilen lassen kann, zunächst ein Printbook erstellen. Das geht für 39€ im Classic Tarif plus 1,99€/ im Monat für die "Datenhaltung". Ich finde das etwas schwachsinnig und Geldschneiderei, aber nunja, wir haben ja auch Vorteile dabei..
Wer also das Classic Paket bucht, bekommt neben der Printversion für einen Aufpreis von 99€ auch die ebook Version und zwar in zahllose Plattformen geliefert! Da ist dann Amazon dabei, Weltbild, Weiland und viele andere. Das ist also sehr interessant, denn in diesem betrag sind ja auch die Kosten für die Formatierung enthalten, die dich pro Store gut einen Tag beschäftigen können!
Für diesen Stundenlohn würdest du keinen Finger krumm machen. Dein Buch hat zudem dann eine ISBN und kann über den gesamten Buchhandel bezogen werden und BoD kümmert sich auch noch um die VG Wort, die dafür sorgt , dass du Tantiemen erhälst, wenn dein Buch (nicht ebook!) verliehen wird.
Wer wenig Zeit hat, dem empfehle ich diesen Weg. Die Beträge sind vergleichweise gering. Selbst, kann man das für dieses Geld nicht machen! Hier ist der Link zu BoD http://www.bod.de

Bookrix.de

Das Beste fast zum Schluß: Die Lebendige Community von www.Bookrix.de habe ich erst kürzlich entdeckt. Wie BoD, liegt das Hauptgeschäft von Bookrix auf Print-on-demand Bücher. Jedoch hat man hier - im Gegensatz zu BoD, den Trend zum ebook nicht verschlafen und sich eine enorme Community und eine Web 2.0 Präsenz, ala Facebook aufgebaut, die ihresgleichen sucht.
Wunderbar, die Möglichkeit das eigene ebook hochzuladen und es von anderen Benutzern bewerten und korrigieren zu lassen. Selbst Hörbücher oder Autorenlesungen können dort hochgeladen und den Nutzern präsentiert werden. Die zahlreichen Gruppen bieten die Möglichkeit, sich nur im eigenen Umfeld zu bwegen und z.B. Tierbücher nicht zwischen Kinderbüchern oder Erotikthrillern zu msichen. Auch kann man die Veröffentlichung auf vordefinierte Gruppen beschränken udn so verhindenr, dass sich Trolle und Vollidioten mit einem Stoff befassen, den sie eh nie lesen würden.
Das kommerzielle Angebot von Bookrix unterscheidet sich nur marginal von dem von BoD, allerdings hinkt man beim kommeruiellen Verwerten der ebooks noch stark hinterher. Das soll sich aber im Laufe von 2011 ändern.
Die Qualität der Texte, der meist jugendlichen Autoren ist durchwachsen, jedoch sind immer wieder kleine Perlen und Rohdiamanten dabei. www.Bookrix.de ist das bessere BoD!

Aufgepasst beim Pricing

Vorsicht ist allerdings bei der Preisgestaltung geboten! Achtet darauf, überall dieselben Preise einzusetzen, gerade Amazon durchsucht die anderen Portale und wenn sie eines finden, dass dasselbe Buch günstiger anbietet, senken sie den Verkaufspreis bei Amazon ebenfalls! Zur Not auf 0€.
DRM ja/nein?

Während Amazon es dem Autor überlässt, ob er DRM für sein ebook anwendet oder nicht, ist es bei smashwords z.B. so, dass alle ebooks DRM frei sind. Daher auch hier aufpassen, wie man es gerne hätte.

Kommentare:

  1. Danke für die Erwähnung in der Blogroll.

    Bookrix finde ich sehr ansprechend. Ich kann mich dort recht gut durchnavigieren, finde ich.
    Auch die Leseproben sind am Bildschirm sehr lesefreundlich, man muss sie nicht einmal herunterladen. Angemeldet habe ich mich zwar noch nicht, aber das werde ich noch.
    Bei neobooks habe ich meine Texte wieder rausgenommen. Man kann sich nie weit durchklicken und hängt dann plötzlich irgendwo in der Luft. Die Community dort ist auch nicht meine Welt.
    Und das Design finde ich z.B. ehrlich gesagt grottenschlecht, altmodisch und langweilig.
    Die Leseproben klappen nicht richtig auf, und man muss sie erst runterladen, wozu ich nicht immer Lust habe. Ich möchte sie für einen ersten Eindruck schnell am Bildschirm lesen und meinen PC nicht mit Datenmüll belasten, den ich hinterher wieder löschen muss.
    Also für einen großen Verlag, der dahinter steht, finde ich die Seite schwach.

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  2. Ich habe heute diesen Blog das zum ersten Mal entdeckt und natürlich auch aufmerksam durchgelesen.
    Die hier vorgestellten Seiten finde ich im Großen und Ganzen nicht schlecht. Jedoch habe ich auch hier meine eigene Meinung.
    neobooks hängt mir viel zu sehr am Verlag. Also so richtig "frei" ist man dort auch nicht.
    Xinxii ist zu altbacken und wenn man dort das "Top-Buch" sieht, dann wird einem schlecht ("Cool ohne Alk")...
    bookrix habe ich einmal besucht und dann nie wieder. Nicht nur, dass die Seite grottenschlecht aussieht, langsam ist und immer die gleichen Bücher angezeigt werden, nehmen hier die "Twilight-Kiddies" den ganzen Inhalt für sich ein.
    BoD ist einfach nur eine Seite, wo man für teures Geld seine Wörter aufs Papier "zaubern" kann. Es gleicht also einem Druckkostenzuschussverlag....
    Smashwords ist optisch im letzten Jahrhundert hängen geblieben und reizt mich persönlich überhaupt nicht (auch wenn teilweise deutsche Bücher angeboten werden)
    Amazon... ja... was soll man dazu noch sagen... es ist halt Amazon... der größte Store im Internet. Hat somit seine Vor- und Nachteile.
    Ich selbst beobachte seit geraum Zeit Amobo (zu finden unter www.Amobo.de). Hier tut sich was auf, was nicht nur für die Schreiber interessant sein könnte, sondern auch für die aufkommende (bereits schon anwesende) Handyszende.
    Voraussetzung für alle Seiten, die sich dem digitalem Buch widmen ist, dass sich die Leser, die Autoren und Verlage endlich einig werden. Wer kauft ein elektronischen Text für 20 Euro? Die Musikindustrie hat es doch auch verstanden?!

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  3. *ss* Den Schuh zieh ich mir an, dass in dem Suite101-Artikel amazon fehlt. Ich sollte mal aktualisieren gehen.
    Amazon wird in dem ersten Teil über amerikansiche Anbieter erklärt - weil damals, als ich den Beitrag schrieb, gab es noch keinen deutschen Kindle Shop.

    Danke für das Lob. :-)

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  4. Hallo da wurden schon einige gute Anbieter genbannt. Vielleicht kann man hier noch ein paar Tipps hinbzufühen. Vergleichen lohntn sich im Internet auf jeden Fall.

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